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Energienews

Markthochlauf für alternative Kraftstoffe voranbringen (20.08.2021)

PtX-Atlas zeigt Potenziale auf

Alternative Fuels aus Power-to-X (PtX) und Power-to-Liquid (PtL) bieten die Möglichkeit, erneuerbare Energie aus Ländern einzuführen, in denen diese deutlich leichter als hierzulande erzeugt werden kann. Ihr Einsatz ist in bestimmten Bereichen unerlässlich für das Erreichen der Klimaziele. Umso wichtiger ist nun ein zügiger Markthochlauf.

 

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) diskutiert dazu mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf der Veranstaltung „Klimaschutz im Luft- und Seeverkehr – den Einsatz von PtL-Kraftstoffen fördern“. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der vom Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) entwickelte PtX-Atlas vorgestellt. Dazu meint Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Mobilität (IWO):

„Der neue PtX-Atlas zeigt, welche großen Potenziale sich erschließen lassen, wenn weltweit sonnen- bzw. windreiche Regionen genutzt werden, um alternative Kraft- und Brennstoffe zu erzeugen. Bereits frühere Studien haben gezeigt, dass ein globaler PtX-Markt zu einer internationalen Win-win-Situation führen würde. PtL-Kraftstoffe sind notwendig, um die Klimaziele in der Luftfahrt und im Schiffsverkehr zu erreichen. Doch ihr Einsatz sollte nicht von vornherein auf diese Bereiche beschränkt werden. Denn auch wenn der Anteil batteriebetriebener Autos immer weiter steigt, wird es im Jahr 2030 voraussichtlich allein hierzulande noch einen Bestand von 35 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geben. Daher werden auch alternative Kraftstoffe einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten müssen. Zugleich würde der Einsatz im Straßenverkehr schneller Skalierungseffekte herbeiführen, die die Kosten für alle Einsatzbereiche schneller senken. Umso wichtiger ist es daher, nun endlich verlässliche politische Rahmenbedingungen für einen Markthochlauf zu schaffen. Dazu gehört unter anderem eine reformierte Energiesteuer, die erneuerbare Kraftstoffe nicht oder nur deutlich geringer gegenüber fossilen Kraftstoffen besteuert, zum Beispiel indem die fossilen CO2-Emissionen von Kraftstoffen zur Bemessungsgrundlage gemacht werden. Auch die EU-Flottenregulierung für Pkw und Nutzfahrzeuge sollte eine Anrechenbarkeit von PtL-Kraftstoffen ermöglichen.“

Quelle: Instituts für Wärme und Mobilität (IWO)

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